Jesus erzählt eine provokante Geschichte von einem verurteilten Verwalter: Er wird gekündigt, weil er betrogen hat. Statt zu verzweifeln, handelt er klug — er erlässt Schuldnern Geld, um sich Freunde zu machen, die ihm später beistehen. Jesus lobt nicht die Unehrlichkeit, sondern die Voraussicht und den Weitblick dieses Mannes.
Was will uns das sagen? Nicht: Betrüge, um Vorteile zu haben. Sondern: Sei vorausschauend. Nutze, was du hast, so dass es Zukunft schafft. Jesus spricht hier vom „Mammon“ — dem aramäischen Wort für Besitz — und fordert: „Macht euch Freunde mit dem Mammon, an dem so viel Unrecht haftet, damit ihr, wenn es keinen Mammon mehr gibt, in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet“ (Lukas 16,9). Kurz: Nutze Vergängliches für das Bleibende.
Wir können das Himmelstor nicht erkaufen — die Rettung ist Gottes Geschenk. Aber Jesus fordert uns auf, in Beziehungen und Werke zu investieren, die über dieses Leben hinaus wirken: Menschen erreichen, Glaube teilen, Hoffnung möglich machen. Wenn Geld dein Herz bindet, bleibt es irdisch. Wenn du es losgibst, kannst du Schätze im Himmel sammeln — durch Großzügigkeit, durch Unterstützung von Menschen- und Gemeindearbeit, durch Förderung, die Ewigkeit zur Folge hat.
Stell dir vor, du kommst eines Tages an den Himmelstor und triffst Menschen, die sagen: „Wir sind hier, weil du Geld eingesetzt hast, damit wir die Gute Nachricht gehört haben.“ Ob das Bild wörtlich stimmt oder nicht — es zwingt uns, über Prioritäten nachzudenken.
Praktisch heißt das: Du kannst jemandem eine Bibel schenken, der keine hat, Jugendarbeit fördern, die Kältehilfe unterstützen oder ein Gemeindestück mitfinanzieren. Unsere Gemeinde veranstaltet zum Beispiel zwei Mal im Jahr große Musicals, die nur möglich sind, weil liebe Menschen sie auch finanziell unterstützen.
Du kannst Beziehungen bauen, Nächstenliebe investieren, etwas vorausschicken, das bleibt.
Jesus will, dass wir kluge Verwalter sind: nicht hortend, nicht reckend, sondern vorausschauend, großzügig und mutig.
Sei gesegnet!
Herausforderung für heute: Denke heute genau über diese Frage des Geldes nach: Bist du bereit, einen Teil dessen, was Gott dir anvertraut, zurückzugeben? Überlege dir konkret, wo du Gottes Reich unterstützen könntest — Gemeinde, Hilfsprojekt, Nachbar — und öffne dein Herz (und ja: auch dein Portemonnaie).
„Reichtum besteht nicht im Besitz, sondern im Gebrauch“ (Aristoteles).


